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WM 2016, 1657

Inhalt

BGH 28.1.2016 - VII ZR 266/14: Zum Anspruch des Architekten gegen den von ihm beauftragten Fachplaner, ihn wegen eines im Bauwerk verkörperten Planungsmangels von Schadensersatzansprüchen des Auftraggebers freizustellen; zum Recht des Architekten, den Honoraranspruch des Planers zu mindern, obwohl er sein Honorar vom Auftraggeber vollständig erhalten hat

Leitsatz

1. Der Schaden des Architekten wegen eines sich im Bauwerk seines Auftraggebers bereits verkörperten Planungsmangels des vom Architekten beauftragten Fachplaners liegt darin, dass dem Auftraggeber gegen den Architekten aufgrund des Planungsmangels Schadensersatzansprüche zustehen. Von diesen Ansprüchen hat ihn der Fachplaner im Wege des Schadensersatzes freizustellen.

2. Die eine Sekundärhaftung des Architekten gegenüber seinem Auftraggeber begründende Pflichtverletzung bildet einen selbständigen Haftungsgrund in diesem Vertragsverhältnis, den sich der vom Architekten beauftragte Fachplaner nicht zurechnen lassen muss.

3. Das Recht des Architekten, den Honoraranspruch des von ihm beauftragten Fachplaners wegen Mängeln der von diesem erbrachten Planungsleistung zu mindern, wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass er sein Honorar von seinem Auftraggeber vollständig erhalten hat.

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