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WM 2018, 461

Inhalt

OLG Frankfurt a. M. 27.9.2017 - 23 U 146/16*: Zur Frage eines Schadensersatzanspruchs eines Kapitalanlegers gegen die beratende Bank wegen nicht anleger- und/oder objektgerechter Empfehlung, insbesondere zur Plausibilitätsprüfung der Kapitalanlage durch die Bank und zur Beweislast im Hinblick auf die Verletzung einer vertraglichen Aufklärungspflicht

Leitsatz

1. Eine Pflicht der beratenden Bank zur Ermittlung weiterer Parameter zur Prüfung der Plausibilität mit bankenüblichem Sachverstand kann sich erst dann ergeben, wenn sich im Prospekt bereits Anhaltspunkte dafür finden lassen, dass die dort dargestellten Risiken verharmlost werden oder aber Informationen und/oder Prognosen auf unzureichenden oder unzutreffenden Tatsachengrundlagen erfolgt sein können.

2. Wer eine vertragliche Aufklärungspflicht verletzt, ist beweispflichtig dafür, dass der Schaden auch eingetreten wäre, wenn er sich pflichtgemäß verhalten hätte. Diese „Vermutung aufklärungsrichtigen Verhaltens“ gilt für alle Aufklärungs- und Beratungsfehler eines Anlageberaters, insbesondere auch dann, wenn Rückvergütungen pflichtwidrig nicht offengelegt wurden.

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