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WM 2019, 1031

Inhalt

BGH 8.11.2018 - I ZB 21/18: Zur Zulässigkeit der Anrufung des staatlichen Gerichts nach § 1032 Abs. 2 ZPO, wenn ein Kläger, der sich zunächst an ein Schiedsgericht gewendet hat, vor dessen Konstituierung Zweifel an dessen Zuständigkeit hat; zur Unwirksamkeit einer in einem Testament angeordneten Schiedsklausel, soweit ein Testamentsvollstrecker als Einzelschiedsrichter auch über Streitigkeiten zwischen den Erben und dem Testamentsvollstrecker entscheiden soll

Leitsatz

1. Es ist zulässig, wenn sich ein Kläger im Hinblick auf eine Schiedsvereinbarung zunächst an ein Schiedsgericht wendet, jedoch vor dessen Konstituierung wegen an der Zuständigkeit des Schiedsgerichts bestehender Zweifel das staatliche Gericht mit dem Antrag auf Feststellung der Zulässigkeit oder Unzulässigkeit des schiedsrichterlichen Verfahrens gemäß § 1032 Abs. 2 ZPO anruft.

2. Eine in einem Testament angeordnete Schiedsklausel ist unwirksam, soweit ein Testamentsvollstrecker als Einzelschiedsrichter auch über Streitigkeiten zwischen den Erben und dem Testamentsvollstrecker entscheiden soll.

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