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WM 2019, 463

Inhalt

LG Stuttgart 24.10.2018 - 22 O 101/16*: Zum Schadensersatz der Porsche SE wegen verspäteter Information über den Dieselskandal und dessen finanzielle Folgen durch VW

Leitsatz

1. Für den Begriff der Inhaberschaft nach § 37b Abs. 1 Nr. 1 WpHG ist auf das jeweilige schuldrechtliche Verpflichtungsgeschäft abzustellen. Auf das dingliche Vollzugsgeschäft (clearing) kommt es nicht an.

2. § 37b Abs. 1 Nr. 2 WpHG erfasst nur positiv unterlassene, nicht hingegen negativ unterlassene Ad-hoc-Mitteilungen.

3. Der Anleger muss darlegen und beweisen, dass der Kurs des Wertpapiers zum Kaufzeitpunkt infolge der Informationspflichtverletzung höher war, als er ohne die Informationspflichtverletzung gewesen wäre. Für die Schadensschätzung ist nicht erforderlich, dass ein Anleger einen konkreten Euro-Betrag angeben muss, um den er die Aktie zu teuer erworben hat.

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