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WM 2020, 93

Inhalt

BGH 19.9.2019 - IX ZR 22/17: Zur Pflicht des Rechtsanwalts, die Zwangsvollstreckung mit besonderer Beschleunigung zu betreiben, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine Verzögerung der Zwangsvollstreckung zum Ausfall des Mandanten führen würde

Leitsatz

1. Ein Rechtsanwalt, der mit der zwangsweisen Durchsetzung einer Forderung beauftragt worden ist und einen Titel gegen einen Schuldner des Mandanten erwirkt hat, hat zügig die Zwangsvollstreckung zu betreiben, soweit pfändbares Vermögen bekannt ist oder mit den Möglichkeiten, welche die Zivilprozessordnung bietet, ermittelt werden kann (Bestätigung von BGH, Urt. vom 7. September 2017 = WM 2017, 1938 Rdn. 11).

2. Bestehen Anhaltspunkte dafür, dass eine Verzögerung der Zwangsvollstreckung zum Ausfall des Mandanten führen würde, muss der beauftragte Rechtsanwalt die Zwangsvollstreckung mit besonderer Beschleunigung betreiben. Er muss dann unter den verfügbaren Vollstreckungsmöglichkeiten diejenige auswählen, die am schnellsten zu einem Ergebnis führt.

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