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WM 2022, 301

Inhalt

BGH 14.10.2020 - VIII ZR 318/19: Zu den Voraussetzungen eines Verlangens des Gläubigers nach Schadensersatz statt der Leistung nach § 281 Abs. 4 BGB und den damit verbundenen Rechtswirkungen nach § 281 Abs. 4 und 5 BGB

Leitsatz

1. Die Rechtswirkungen eines Schadensersatzverlangens nach § 281 Abs. 4 und 5 BGB treten nur ein, wenn die Voraussetzungen des § 281 Abs. 1 bis 3 BGB vorliegen.

2. An dem auch für ein Schadensersatzverlangen nach § 281 Abs. 4 und 5 BGB erforderlichen fruchtlosen Ablauf einer angemessenen Frist zur Leistung fehlt es, wenn der Gläubiger während des Laufs der von ihm gesetzten Frist seinerseits vom Vertrag zurücktritt und damit zeigt, dass er an seiner Leistungsaufforderung nicht mehr festhält und auch zur eigenen Mitwirkung nicht mehr bereit ist.

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