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WuB 2021, 73 Gierth

Inhalt

BGH 1. Oktober 2020 - III ZR 60/19: Anforderungen an die nötige Individualisierung von Ansprüchen aus Anlageberatungsfällen im verjährungshemmenden Güteantrag gemäß § 204 Abs. 1 Nr. 4 BGB

Leitsatz

Um eine Hemmung der Verjährung gemäß § 204 Abs. 1 Nr. 4 BGB bewirken zu können, muss in Anlageberatungsfällen der Güteantrag regelmäßig die konkrete Kapitalanlage bezeichnen, die Zeichnungssumme sowie den (ungefähren) Beratungszeitraum angeben und den Hergang der Beratung mindestens im Groben umreißen. Ferner ist das angestrebte Verfahrensziel zumindest soweit zu umschreiben, dass dem Gegner und der Gütestelle ein Rückschluss auf Art und Umfang der verfolgten Forderung möglich ist; eine genaue Bezifferung der Forderung muss der Güteantrag seiner Funktion gemäß demgegenüber grundsätzlich nicht enthalten (Fortführung von Senat, Urteile vom 18. Juni 2015 = BGHZ 206, 41 Rdn. 25 = WM 2015, 1319; vom 20. August 2015 = WM 2015, 1807 = NJW 2015, 3297 Rdn. 18; vom 3. September 2015 – III ZR 347/14, juris Rdn. 17 und vom 15. Oktober 2015 = WM 2015, 2181 = NJW-RR 2016, 372 Rdn. 17; Senat, Beschlüsse vom 16. Juli 2015 – III ZR 164/14, juris Rdn. 3 und III ZR 302/14, juris Rdn. 5; vom 13. August 2015 – III ZR 358/14, juris Rdn. 3 und III ZR 380/14, juris Rdn. 14 und vom 28. Januar 2016 = WM 2016, 403 Rdn. 16).

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